Eine Stupsnase wird in der Regel durch eine kleine, runde und leicht nach oben gerichtete Nasenform definiert. Sie vermittelt ästhetisch einen sympathischen und jugendlichen Eindruck. Dieser Nasentyp kann genetisch bedingt sein, aber auch durch ästhetische Chirurgie erreicht werden. Entscheidend ist die Harmonie mit den Gesichtsproportionen.
Eine Stupsnase-OP wird durch die Formung der Nasenspitze durchgeführt. Bei Rhinoplastik-Operationen wird die Nasenspitze verkleinert und angehoben, ohne die natürliche Struktur der Nase zu beeinträchtigen, sodass eine Stupsnase-Form entsteht. Es ist ein Eingriff, der besonders bei Frauen häufig bevorzugt wird.
Die Frage, für wen eine Stupsnase geeignet ist, muss je nach Gesichtstyp und Erwartungen beurteilt werden. Bei Personen mit kleinen und runden Gesichtszügen wirkt sie natürlich, bei langen Gesichtern kann sie jedoch ein unproportioniertes Erscheinungsbild erzeugen. Eine fachärztliche Beurteilung ist erforderlich.
Der Heilungsverlauf nach einer Stupsnase ähnelt der klassischen Nasenkorrektur. Schwellungen und Blutergüsse gehen in der Regel innerhalb von 1–2 Wochen zurück. Die endgültige Nasenform wird zwischen 6 Monaten und 1 Jahr deutlich. Die Dauerhaftigkeit der Ergebnisse hängt vom Erfolg der Operation ab.
| Wissenswertes | Information |
| Definition | „Stupsnase“ ist ein ästhetischer Begriff, der das runde, breite und vorstehende Erscheinungsbild der Nasenspitze beschreibt. Sie entwickelt sich meist aufgrund genetischer Faktoren. |
| Anatomische Merkmale | Dass die Knorpel an der Nasenspitze (insbesondere die Flügelknorpel) breit und ausgeprägt sind, führt zu einem Stupsnase-Erscheinungsbild. |
| Ursachen | Genetische Veranlagung, dicke Hautstruktur, breite Nasenflügel sowie Form oder Position der Knorpel, die die Nasenspitze stützen, beeinflussen dieses Erscheinungsbild. |
| Häufigkeit | Kann in jedem Alter und bei jedem Geschlecht vorkommen. Familiäre Häufung ist häufig. |
| Ästhetische Bedenken | Die Stupsnase ist ein häufig genanntes ästhetisches Anliegen, insbesondere bei Personen, die eine Nasenkorrektur in Erwägung ziehen. |
| Behandlungsmethoden | Der häufigste Behandlungsansatz ist ein chirurgischer Eingriff (Rhinoplastik). Durch das Formen der Knorpel an der Nasenspitze kann ein schlankeres und harmonischeres Erscheinungsbild erreicht werden. |
| Rhinoplastik-Techniken | Kann mit offener oder geschlossener Technik durchgeführt werden. Knorpelresektion, Nahttechniken und stützende Transplantate können an den Knorpeln der Nasenspitze angewendet werden. |
| Heilungsprozess | In der Regel ist eine Rückkehr in den Alltag innerhalb von 1–2 Wochen möglich. Bis sich das endgültige Ergebnis stabilisiert, kann es 6–12 Monate dauern. |
| Nicht-chirurgische Methoden | Eine vorübergehende Formung mit Fillern kann möglich sein, reicht jedoch bei der Stupsnase in der Regel nicht aus. |
| Wichtige Hinweise | Bei Personen mit dicker Nasenhaut können die chirurgischen Ergebnisse eingeschränkt sein; realistische Erwartungen sind wichtig. |
Was ist eine Stupsnase-Deformität und wie erkennt man sie?
Wenn wir von einer Stupsnase sprechen, denken wir sofort an eine kleine, niedliche Kindernase. Bei Kindern ist dieses Erscheinungsbild normal und süß, doch mit der Entwicklung der Gesichtsknochen sollte sich auch die Nase verlängern und in einen bestimmten Winkel einpendeln. Wenn diese Entwicklung nicht abgeschlossen wird oder aus verschiedenen Gründen gestört ist, entfernt sich die Nasenspitze übermäßig von der Oberlippe.
Technisch betrachtet gibt es bestimmte Standards für den Winkel zwischen Nasenspitze und Lippe bei Frauen und Männern. Bei der Stupsnase ist dieser Winkel sehr groß. Das heißt, die Nasenspitze „blickt“, salopp gesagt, in den Himmel. Das deutlichste Zeichen dafür ist, dass die Person, mit der Sie von vorne sprechen, das Innere Ihrer Nasenlöcher klar sehen kann. Das nennen wir „Nostril Show“.
Bei der Entstehung dieser Struktur spielen genetische Faktoren natürlich eine große Rolle. Die von der Familie vererbte Knochen- und Knorpelstruktur bestimmt den Entwicklungsprozess der Nase. Doch das ist nicht der einzige Grund. Manchmal können Traumata im Kindesalter die Wachstumszentren der Nase beeinträchtigen und das Längenwachstum stoppen. Manchmal führen leider auch zuvor misslungene Nasenoperationen zu diesem Ergebnis. Wenn bei einer früheren Operation zu viel Knorpel an der Nasenspitze entfernt wurde oder das Heilungsgewebe die Nase nach oben zieht, kann es zu einer später entstandenen Stupsnase kommen.
Die häufigsten Ursachen dieser Deformität sind:
- Genetische Veranlagung
- Angeborene Entwicklungsunterschiede
- Traumata im Kindesalter
- Misslungene Voroperationen
- Gewebeverluste nach Infektionen
- Übermäßige Knorpelentfernung
Lösen nicht-operative Filler-Behandlungen das Stupsnase-Problem?
Mit der zunehmenden Popularität ästhetischer Anwendungen stellen unsere Patientinnen und Patienten verständlicherweise häufig die Frage: „Kann man das auch ohne Operation korrigieren?“ Auch wenn die 15-Minuten-Behandlungen, die wir in den sozialen Medien sehen, sehr verlockend wirken, sind die Fakten bei einer Stupsnase leider etwas anders.
Das Stupsnase-Problem ist kein „Mangel“-Problem, sondern ein „Positions- und Struktur“-Problem. Der Grund, warum die Nasenspitze übermäßig angehoben ist, liegt darin, dass eine starke knöcherne bzw. knorpelige Stütze fehlt, die sie nach unten hält. Filler haben eine gelartige Konsistenz und sind von Natur aus weich. Wenn wir Filler in die Nasenspitze injizieren, schaffen wir zwar Volumen, aber dieses Volumen hat nicht die Kraft, die Nase nach unten zu drücken.
Im Gegenteil: Filler in der Nasenspitze schieben die Nase häufig noch weiter nach vorne und nach oben. Eine ohnehin bereits angehobene Nase kann durch Filler noch geschwollener und stärker angehoben wirken. Das nennen wir manchmal den „Avatar-Nasen“-Look; es entsteht ein künstlicher Eindruck, bei dem Nasenrücken und Nasenspitze auf einer Linie liegen. Zudem können Filler unter der Nasenhaut Platz einnehmen und die Nase größer erscheinen lassen, als sie tatsächlich ist.
Was Fadenlifting-Methoden betrifft: Deren Prinzip ist es, Gewebe nach oben zu ziehen. Bei der Stupsnase versuchen wir jedoch nicht, die Nase anzuheben, sondern im Gegenteil, sie nach unten zu bringen und zu verlängern. Daher sind Fadenlifting-Methoden für diese Deformität vollkommen wirkungslos und können sogar schädlich sein, weil sie Kraft in die falsche Richtung ausüben.
Die Gründe, warum Filler bei der Stupsnase unzureichend sind, sind:
- Keine strukturelle Stütze
- Risiko einer stärkeren Rotation
- Verbreiterung der Nasenspitze
- Keine Dauerhaftigkeit
- Risiko einer Gefäßkompression
- Gewebeverhärtung
- Künstliches Aussehen
Warum ist die strukturelle Rhinoplastik die einzige dauerhafte Lösung bei Stupsnase?
Eine Stupsnase-Deformität zu korrigieren ist keine einfache ästhetische Retusche; es ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Bauingenieurprojekt. Die bestehende Struktur (das Nasenskelett) ist zu kurz und nach oben rotiert. Wir müssen diese Struktur verlängern und dafür sorgen, dass sie in ihrer neuen Position ein Leben lang stabil bleibt. Genau hier kommt die „strukturelle Rhinoplastik“ ins Spiel.
In der strukturellen Rhinoplastik lautet unsere Philosophie: nicht entfernen, sondern reparieren und stärken. Früher war es in der Nasenchirurgie modern, die Nase durch Schneiden und Entfernen von Knorpel zu verkleinern. Dieser Ansatz führte jedoch dazu, dass das Nasendach einsank und die Spitze im Laufe der Zeit wieder nach oben rotiert. Bei der Stupsnase-Rekonstruktion machen wir das Gegenteil: Wir fügen der Nase neue „Träger“ und „Stützen“ hinzu.
Um die Nasenspitze nach unten zu drehen (De-Rotation) und die Nase in der Länge zu verlängern (Elongation), organisieren wir die Knorpelstruktur im Inneren der Nase neu. Wenn wir die Nase nur mit Nähten nach unten ziehen, kann sie, sobald die Nähte sich lösen oder nachgeben, wie ein Gummiband in die alte Position zurückkehren. Denn die Nasenhaut und die Weichteile haben ein starkes „Gedächtnis“ und wollen in ihre Ausgangslage zurück. Um diesen Widerstand zu brechen, errichten wir mit Knorpeltransplantaten (Grafts) ein unerschütterliches Skelett in der Nase. So wird das Ergebnis nicht vorübergehend, sondern dauerhaft.
Warum bevorzugen wir bei der Stupsnase-OP die offene Technik?
In der Rhinoplastik gibt es zwei grundlegende Ansätze: offen und geschlossen, und beide haben jeweils ihre Vorteile. Wenn es jedoch um eine stark angehobene Nasenspitze geht und wir diese Nase verlängern möchten, wollen wir als Operateur die vollständige Kontrolle haben. Deshalb ist die „offene Technik“ in diesen Fällen für uns der Goldstandard.
Bei der offenen Technik setzen wir einen sehr kleinen Schnitt in den Bereich zwischen den Nasenlöchern, die sogenannte Columella. Durch diesen Schnitt können wir die Nasenhaut anheben und die darunterliegende Knochen- und Knorpelstruktur mit bloßem Auge klar erkennen – wie beim Blick in einen anatomischen Atlas.
Die Korrektur einer Stupsnase erfordert millimetergenaue Präzision. Winkel, Symmetrie und Stabilität der Knorpel, die wir an der Nasenspitze hinzufügen, bestimmen den Erfolg der Operation. In der geschlossenen Technik ist das Platzieren und Fixieren dieser Grafts (Knorpelstücke) vergleichbar damit, ein Schiffsmodell in einem engen Tunnel zu bauen – möglich, aber sehr schwierig und fehleranfällig. In der offenen Technik hingegen sehen wir alles, beherrschen jeden Punkt und arbeiten beim Vernähen (Suturieren) der Knorpel mit minimalster Abweichung. Die kleine Narbe nach der OP verblasst mit der Zeit so stark, dass sie mit bloßem Auge nahezu nicht mehr erkennbar ist.
Die Vorteile der offenen Technik bei dieser Operation sind:
- Großes Sichtfeld
- Millimetergenaue Kontrolle
- Einfache Graft-Fixierung
- Symmetriekontrolle
- Blutungskontrolle
- Schonung des Gewebes
- Klare Sicht auf Abweichungen
Welche Knorpel verwenden wir, um die Nasenspitze zu verlängern?
Der kritischste Schritt der Stupsnase-Operation ist die Auswahl der Knorpelquelle, also des „Ersatzteils“, das wir zur Verlängerung der Nase benötigen. Die vorhandenen Knorpel der Nase sind meist kurz und liefern nicht genügend Material für eine Verlängerung. Daher müssen wir Knorpel aus anderen Körperregionen oder aus tieferen Bereichen der Nase entnehmen.
Unsere erste und bevorzugte Quelle ist der körpereigene Nasenscheidewandknorpel (Septum). Das Septum ist die Wand, die die Nase in zwei Hälften teilt. Wenn der Patient zuvor noch nie operiert wurde, findet sich in der Regel tief in der Nase ein Vorrat an geradem und stabilem Knorpel, den wir für die Verlängerung nutzen können. Dieser Knorpel ist für uns Gold wert: Er ist gerade und zugleich sehr stabil.
Ein großer Teil der Stupsnase-Fälle sind jedoch „Revisionen“, also zweite oder dritte Operationen. In diesen Fällen kann der Septumknorpel bei früheren Eingriffen bereits verwendet oder beschädigt worden sein. Dann benötigen wir eine stärkere Quelle, nämlich Rippenknorpel. Ein kleines Stück Knorpel aus der eigenen Rippe liefert uns reichlich und sehr robustes Material, um die Nase neu aufzubauen. Ohrknorpel ist weicher und stärker gebogen und wird daher eher als unterstützendes Material zur Formgebung der Nasenspitze eingesetzt, statt die Nase gerade zu halten.
Die von uns verwendeten Knorpelquellen sind:
- Nasenseptum
- Rippenknorpel
- Ohrmuschelknorpel
- Spenderknorpel
Wozu dient ein Septumverlängerungs-Graft (SEG) bei der Stupsnase-OP?
Im Zentrum der Stupsnase-Operation steht eine Technik, die wir „Septumverlängerungs-Graft“ (SEG) nennen. Diese Methode gilt in der modernen Nasenchirurgie als eine Art Revolution. Vereinfacht gesagt bedeutet sie, die bestehende tragende Säule der Nase durch das Hinzufügen eines neuen Stücks zu verlängern.
Stellen Sie sich vor, das Dach eines Gebäudes ist zu kurz. Um es zu verlängern, müssen Sie an die Enden der bestehenden Träger stabile neue Träger ansetzen und fest miteinander verbinden. Genau so nähen wir die vorbereiteten neuen Knorpelstücke beidseitig an den zu kurz gebliebenen Septumknorpel in der Mitte der Nase. Dadurch wird das Nasenskelett physisch verlängert.
Dieses neu verlängerte Skelett gibt uns die Freiheit, die Nasenspitze so weit nach unten zu positionieren, wie wir möchten, und sie dort stabil zu fixieren. Die Nasenspitze ist dann nicht mehr eine weich „frei hängende“ Struktur, sondern eine widerstandsfähige Struktur, die sich an einer soliden Wand abstützt. Auf diese Weise können Faktoren wie Hautkontraktion oder Schwerkraft während der Heilung die Nasenspitze nicht wieder nach oben ziehen. Die SEG-Technik ist der Schlüssel zum Langzeiterfolg von Stupsnase-Operationen.
Worauf achten wir bei der Formung der Nasenspitze?
Nachdem wir das Skelett aufgebaut und die Nase verlängert haben, beginnen die ästhetischen Feinheiten. Die Nasenspitze soll nicht nur tiefer stehen, sondern auch fein, definiert und elegant wirken. Bei Stupsnasen ist die Nasenspitze häufig wie ein „Ball“ rund und breit. Das nennen wir eine „bulböse Spitze“.
Um dieses grobe Erscheinungsbild zu korrigieren, verwenden wir spezielle Nahttechniken (Suturen). Früher wurde zur Verschmälerung oft Knorpel weggeschnitten, was im Laufe der Zeit zu unnatürlich wirkenden Nasen führte – wie mit einer Klammer zusammengedrückt. Heute formen wir die Knorpel ohne sie zu schneiden, indem wir millimetergenaue Nähte darüber setzen. Dadurch verschwindet der ballartige Eindruck, und es entsteht eine elegantere, kantigere Nasenspitze, in der sich das Licht schön bricht.
Außerdem verbinden wir die Nasenspitze mit einer sehr wichtigen Naht, der sogenannten „Septokolumellaren Naht“, mit dem neu aufgebauten stabilen Skelett (SEG). Diese Naht fixiert die Position der Nasenspitze. Wie stark die Spitze angehoben ist und wie weit sie nach vorne projiziert, stellen wir über diese Naht ein. Unser Ziel ist, dass die Nase auch beim Lächeln weder absinkt noch wieder nach oben „wegrutscht“.
Die Eigenschaften, die wir an der Nasenspitze anstreben, sind:
- Idealer Rotationswinkel
- Symmetrisches Erscheinungsbild
- Elegante Lichtreflexe
- Natürliche Beweglichkeit
- Ausreichende Projektion
- Gleichmäßige Nasenlöcher
Wie verläuft der Heilungsprozess nach einer Stupsnase-OP?
Eines der Themen, das unsere Patientinnen und Patienten am meisten interessiert, ist der Heilungsverlauf. Häufig hören wir Fragen wie: „Sie haben meine Nase verlängert – werde ich starke Schmerzen haben?“ oder „Wann kann ich wieder unter Menschen gehen?“
Zunächst möchte ich betonen, dass Nasenoperationen entgegen der landläufigen Meinung keine sehr schmerzhaften Eingriffe sind. Unsere Patienten klagen meist nicht über Schmerzen, sondern über die Nasenverstopfung in den ersten Tagen. Da wir bei der Stupsnase-OP zur Verlängerung der Nase auch Haut und Weichteile dehnen, ist ein Spannungsgefühl an der Nasenspitze in den ersten Tagen völlig normal.
Postoperatives Ödem (Schwellung) ist ein unvermeidlicher Teil der Heilung. Die ersten 3 Tage sind die Phase, in der die Schwellungen am stärksten sind. Eine Woche später, wenn wir Schiene und Tapes entfernen, bemerkt der Patient, dass die Nase länger geworden ist und die Nasenlöcher von vorne nicht mehr sichtbar sind. Dieses Erscheinungsbild ist jedoch noch grob. Die Nasenspitze ist geschwollen und fest.
Hier möchte ich auf ein sehr wichtiges Detail eingehen: die „Absinkreserve“. Wir Chirurgen senken bei der Stupsnase-OP die Nasenspitze bewusst etwas mehr ab, als es final geplant ist. Auf dem OP-Tisch kann die Nase Ihnen etwas lang erscheinen. Der Grund ist, dass die Haut während der Heilung dazu neigt, sich zusammenzuziehen und die Nase leicht nach oben zu ziehen. Wir kalkulieren diese Reserve im Voraus. In den ersten Wochen wirkt die Nase vielleicht „etwas zu lang“, doch über Monate hebt sie sich millimeterweise und setzt sich genau in der idealen Position fest.
Mögliche Erscheinungen während der Heilung sind:
- Vorübergehende Nasenverstopfung
- Taubheitsgefühl an der Nasenspitze
- Ödem und Schwellung
- Härte an der Nasenspitze
- Einschränkungsgefühl beim Lächeln
- Blutergüsse um die Augen
Sind Revisionseingriffe bei Stupsnase schwieriger?
Wie bereits erwähnt, sehen wir die Stupsnase-Deformität häufig nach einer misslungenen Rhinoplastik. Der Patient wurde bereits operiert, die Nase wurde zu stark verkürzt und zu stark angehoben belassen. In diesem Fall handelt es sich bei der Operation um eine „Revisionsrhinoplastik“ – und ehrlich gesagt ist sie technisch anspruchsvoller als eine Erstoperation.
Der Grund für die Schwierigkeit ist, dass wir nicht genau wissen, was uns im Inneren erwartet. Wie viel Knorpel wurde beim ersten Eingriff entfernt? Wie stark wurde die Haut geschädigt? Wie viel Narbengewebe (Skar) ist vorhanden? All das sind Rätsel, die wir während der Operation lösen müssen. Zudem kann bei Revisionen die Elastizität der Haut abgenommen haben. Selbst wenn wir die Nase verlängern möchten, kann die zuvor geschnittene und vernarbte Haut Widerstand leisten.
Deshalb ist es sehr wichtig, die Erwartungen von Revisionspatienten realistisch zu steuern und Geduld zu fördern. Die Heilungsdauer ist bei Revisionen länger. Bis Schwellungen zurückgehen und sich die Haut auf das neue Skelett legt, kann es ein Jahr dauern – bei dickhäutigen Patienten sogar zwei Jahre. Mit den richtigen Techniken und meist mit Unterstützung durch Rippenknorpel sind jedoch auch bei Revisionen sehr gute, natürliche und dauerhafte Ergebnisse definitiv möglich.
Die Herausforderungen der Revisionschirurgie sind:
- Unbekannte Anatomie
- Verschlechterte Hautqualität
- Verminderte Durchblutung
- Unzureichende Knorpelreserve
- Vorhandenes Narbengewebe
- Psychologische Sensibilität
Worauf sollte man nach der Operation achten?
Eine erfolgreiche Operation ist nur die halbe Miete. Die andere Hälfte hängt davon ab, wie gut der Patient sich selbst pflegt. Gerade nach dieser Operation, bei der wir die Nase verlängern und strukturelle Stützen einsetzen, ist der Schutz vor Stößen von entscheidender Bedeutung.
In den ersten Wochen hilft Schlafen mit erhöhtem Kopf, die Schwellung schneller zu reduzieren. Die Naseninnenpflege sollte sanft mit Meerwassersprays erfolgen; niemals sollte man mit dem Finger in die Nase gehen oder stark schnäuzen. Wir empfehlen, mindestens 6–8 Wochen keine Brille zu tragen, damit Nähte und Grafts an der Nasenspitze stabil einheilen können. Denn eine Brille kann genau auf die Knochen- und Knorpelverbindungsstelle drücken, die wir zur Verlängerung aufgebaut haben.
Auch die Hautgesundheit ist sehr wichtig. Sonnenschutz verhindert Verfärbungen und eine Zunahme der Schwellung. Rauchen ist unbedingt zu vermeiden, weil es die feinen Blutgefäße der Haut verengt und die Durchblutung stört. Für die ohnehin gespannte und heilende Haut an der Nasenspitze ist Rauchen ein großer Feind und verschlechtert die Heilungsqualität erheblich.
Wichtige Punkte nach der Operation sind:
- Vor Stößen schützen
- Keine Brille tragen
- Mit hohem Kissen schlafen
- Keinen schweren Sport
- Vor Sonne schützen
- Nicht rauchen
- Übermäßige Mimik vermeiden
- Dampfende Umgebungen meiden
Häufig gestellte Fragen
Welche genetischen Faktoren führen zu einer Stupsnase?
Eine Stupsnase entsteht als Ergebnis genetischer Vererbung. Kurze, runde und nach oben gerichtete Knorpel an der Nasenspitze bilden diesen Typ und zeigen meist eine familiäre Häufung.
Wie wird eine Stupsnase durch eine ästhetische Operation geformt?
Eine Stupsnase kann durch Rhinoplastik verfeinert oder verlängert werden. Der Chirurg formt die Knorpel der Nasenspitze neu, um ein ausgewogeneres und zum Gesicht passendes Erscheinungsbild zu erreichen.
Ist es möglich, das Aussehen einer Stupsnase mit Nasenfillern zu verändern?
Nasenfiller können das Stupsnase-Erscheinungsbild vorübergehend ausgleichen, indem sie Nasenwurzel und Nasenrücken betonen. Für eine Verlängerung oder Verschmälerung der Nasenspitze können sie jedoch unzureichend sein.
Kann eine Stupsnase zu Atemproblemen führen?
Der Stupsnasen-Typ an sich führt in der Regel nicht zu Atemproblemen. Wenn jedoch eine Septumabweichung oder enge Nasenlöcher vorliegen, können Atemprobleme auftreten.
Welche ästhetische Wirkung hat eine Stupsnase bei Männern?
Bei Männern kann eine Stupsnase je nach Gesichtszügen einen zu weichen oder femininen Eindruck vermitteln. Dies kann bei manchen Männern zu ästhetischer Unzufriedenheit führen und den Wunsch nach einer Operation erhöhen.
Verändert sich eine Stupsnase bei Kindern im Laufe der Zeit?
Ja, bei Kindern kann sich die Stupsnase mit der Pubertät verändern. Wenn Nasenrücken und Knorpelstrukturen wachsen, kann sich die Nasenspitze verlängern oder deutlicher werden.
Wie wird eine ästhetische Modellierung für eine Stupsnase geplant?
Die Planung erfolgt anhand der Gesichtsproportionen und der Erwartungen des Patienten. In der Regel wird die Nasenspitze verfeinert, die Nasenwurzel betont und Harmonie mit dem Nasenrücken hergestellt.
Wie verläuft die Heilung nach einer Stupsnase-OP?
Der Heilungsverlauf ist individuell, Schwellungen gehen jedoch meist innerhalb von 2–3 Wochen zurück. Die endgültige Nasenform stabilisiert sich in 6–12 Monaten. Die Nasenspitze kann nach dem Eingriff empfindlicher sein.
Wie beeinflusst eine Stupsnase die Gesichtsästhetik?
Eine Stupsnase kann das Gesicht süßer oder jugendlicher wirken lassen. Bei manchen Personen kann sie jedoch im Verhältnis zu den Gesichtszügen unproportioniert sein und die Gesamtästhetik beeinträchtigen.
Wie kann ich das Aussehen einer Stupsnase mit Make-up ausgleichen?
Mit Contouring-Techniken kann man durch Schattierung von Nasenrücken und Seiten die runde Wirkung der Stupsnase reduzieren. Mit Highlighter auf dem Nasenrücken lässt sich die Nase betonter, länger und schlanker wirken.













