Was ist ein Mundgeschwür, das in unserem Körper auftritt?
Ein Mundgeschwür kann als eine Schädigung oder Abnutzung in einem Bereich der empfindlichen, weichen und schützenden Schicht verstanden werden, die das Innere des Mundes auskleidet, also der Schleimhaut. Durch diese Abnutzung werden das darunterliegende empfindlichere Gewebe und die Nervenenden freigelegt. Genau deshalb sind solche Wunden so schmerzhaft und unangenehm.
Sie ähneln meist einer kleinen, flachen Vertiefung. Während ihre Mitte weiß, gelb oder grau gefärbt ist, sind die Ränder von einem deutlich sichtbaren roten Ring umgeben. Es ist wichtig zu wissen, dass Aphthen, die häufigste Form von Mundgeschwüren, nicht ansteckend sind. Sie werden also weder durch das Trinken aus demselben Glas noch durch Küssen auf eine andere Person übertragen. Dies ist der grundlegendste Unterschied zu Herpes, einer Virusinfektion. Wo sich eine Wunde im Mund befindet und wie sie aussieht, liefert die wichtigsten Hinweise für die richtige Diagnose. Diese Wunden treten gewöhnlich in folgenden Bereichen des Mundes auf:
- Innenseiten der Wangen
- Innenseiten der Lippen
- Oberseite, Unterseite oder Seiten der Zunge
- Zahnfleisch
- Weicher Gaumen, also der hintere Bereich des Munddachs
Wie werden unterschiedliche Arten von Mundgeschwüren klassifiziert?
Bei der Beurteilung eines Mundgeschwürs ordnet ein Arzt dieses bestimmten Kategorien zu, um es besser zu verstehen. Dies gleicht einer Orientierungskarte, mit der die Ursache des Problems ermittelt und der geeignetste Behandlungsweg festgelegt wird. Die Einteilung erfolgt gewöhnlich danach, wie lange die Wunde besteht, wie viele Wunden vorhanden sind und vor allem, welche eigentliche Ursache zugrunde liegt.
Nach ihrer Dauer werden zwei Haupttypen unterschieden:
- Akutes Mundgeschwür: Es tritt plötzlich auf und heilt meist innerhalb eines kurzen Zeitraums von etwa zwei Wochen ab.
- Chronisches Mundgeschwür: Dabei handelt es sich um hartnäckige Wunden, die länger als zwei bis drei Wochen bestehen bleiben.
- Auch nach ihrer Anzahl im Mund erfolgt eine Einteilung.
- Einzelnes Mundgeschwür: Es befindet sich nur eine einzige Wunde im Mund.
- Mehrere Mundgeschwüre: Im Mund befinden sich gleichzeitig mehrere Wunden.
Die aussagekräftigste Einteilung erfolgt jedoch nach der Ursache der Wundentstehung, also nach ihrer Ätiologie.
- Traumatisches Mundgeschwür: Es entsteht durch physische Ursachen wie versehentliches Beißen auf die Wange, zu kräftiges Zähneputzen oder den Verzehr sehr heißer Speisen.
- Infektiöses Mundgeschwür: Dabei handelt es sich um Wunden, die durch Mikroorganismen wie Viren, Bakterien oder Pilze verursacht werden.
- Immunologisches Mundgeschwür: Es entsteht, wenn das Immunsystem aufgrund einer Fehlreaktion körpereigenes Gewebe angreift.
- Neoplastisches, also tumorbedingtes Mundgeschwür: Dabei handelt es sich um nicht heilende Wunden, die mit Krebs in Zusammenhang stehen können.
Was ist eine Aphte beziehungsweise ein aphthöses Geschwür, die häufigste Form des Mundgeschwürs?
Eine Aphte ist das in der Bevölkerung am häufigsten vorkommende, wiederkehrende und nicht ansteckende Mundgeschwür. Sie tritt meist in Phasen auf, in denen Sie gestresst oder müde sind. Ihr typisches Erscheinungsbild ähnelt einem Krater mit weiß-gelber Mitte und rotem Rand. Aphthen entstehen ausschließlich auf den beweglichen und weichen Geweben des Mundes, beispielsweise an den Wangen, an den Innenseiten der Lippen oder unter der Zunge. Dass sie nicht auf verhornten Geweben wie dem harten Gaumen oder dem fest am Zahn anliegenden Zahnfleisch auftreten, ist ein charakteristisches Unterscheidungsmerkmal.
Je nach Ausprägung und Erscheinungsbild werden Aphthen in drei Haupttypen unterteilt.
- Kleine Aphthen: Sie sind am häufigsten. Meist sind sie kleiner als 1 cm und verschwinden innerhalb von 1–2 Wochen, ohne Narben zu hinterlassen.
- Große Aphthen: Sie sind größer, tiefer und deutlich schmerzhafter. Die Heilung kann bis zu sechs Wochen dauern, und nach dem Abheilen kann eine Narbe zurückbleiben.
- Herpetiforme Aphthen: Sie treten selten auf. Sie sind dadurch gekennzeichnet, dass sich zahlreiche stecknadelkopfgroße kleine Wunden, manchmal fast 100, zu einer größeren, unregelmäßigen Wunde verbinden.
Wie lässt sich der Unterschied zwischen einem Mundgeschwür und Herpes erkennen?
Die beiden Zustände, die Patienten am häufigsten miteinander verwechseln, sind Aphthen und Herpes. Diese Unterscheidung ist sowohl für die zu treffenden Vorsichtsmaßnahmen als auch im Hinblick auf soziale Sorgen sehr wichtig. Zwischen beiden bestehen erhebliche Unterschiede, und das Wissen darüber kann beruhigend sein.
Wissenswertes über Aphthen:
- Sie entstehen im Inneren des Mundes.
- Sie sind keinesfalls ansteckend.
- Sie werden nicht durch Viren verursacht.
- Ihr Erscheinungsbild ähnelt einem Krater oder einer Vertiefung.
Wissenswertes über Herpesbläschen:
- Sie treten meist außerhalb des Mundes an den Lippen auf.
- Sie werden durch das Herpes-simplex-Virus verursacht und sind stark ansteckend.
- Zu Beginn erscheinen sie als kleine, mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen.
- Diese Bläschen platzen und verkrusten anschließend.
Wodurch entsteht ein Mundgeschwür namens oraler Lichen planus?
Der orale Lichen planus ist eine lang anhaltende, chronische Erkrankung, die dadurch entsteht, dass das Immunsystem versehentlich gesunde Zellen im Mund angreift. Er ist nicht ansteckend. Bei dieser Erkrankung betrachtet das körpereigene Abwehrsystem die Schleimhaut, die das Mundinnere auskleidet, als fremden Stoff und beginnt, dagegen vorzugehen.
Der orale Lichen planus kann unterschiedliche Erscheinungsformen haben.
Retikuläre Form: Sie ist meist schmerzlos und zeigt sich an den Innenseiten der Wangen als weiße, spitzenartige oder netzförmige Linien.
Erosive Form: Sie ist stärker ausgeprägt. Sie zeigt sich als glänzend rote, empfindliche Bereiche oder offene Wunden. Diese Form ist gewöhnlich schmerzhaft und verursacht insbesondere beim Kontakt mit sauren oder scharfen Speisen ein brennendes Gefühl.
Der wichtigste Aspekt des oralen Lichen planus ist sein Potenzial, eine Krebsvorstufe darzustellen. Auch wenn die Erkrankung selbst kein Krebs ist, besteht insbesondere bei der erosiven Form das Risiko, dass sie sich im Laufe der Zeit zu Mundkrebs entwickelt. Deshalb ist es von entscheidender Bedeutung, dass Patienten mit der Diagnose eines oralen Lichen planus regelmäßig von einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt kontrolliert werden.
Was bedeutet das als Leukoplakie bezeichnete weiße Mundgeschwür?
Leukoplakie ist ein dicker, weißer oder grauer Fleck im Mund, der sich meist infolge einer langfristigen Reizung, beispielsweise durch Tabakkonsum, entwickelt. Das wichtigste und charakteristischste Merkmal besteht darin, dass sich dieser weiße Fleck weder mit einem Tuch noch mit einer Bürste abwischen oder abkratzen lässt. Dadurch unterscheidet er sich von abwischbaren weißen Veränderungen wie Mundsoor.
Es gibt einige wichtige Risikofaktoren, die die Entstehung einer Leukoplakie begünstigen:
- Rauchen
- Rauchlose Tabakprodukte, beispielsweise Kautabak oder ähnliche Produkte
- Langfristiger und übermäßiger Alkoholkonsum
- Schlecht angepasster Zahnersatz, der ständig an Wange oder Zunge reibt
- Abgebrochene oder scharfkantige Zähne
Leukoplakie gilt als eine präkanzeröse, also potenziell krebsvorstufenartige Erkrankung. Das bedeutet nicht, dass sich jede Leukoplakie zu Krebs entwickelt. Einige Veränderungen können jedoch abnorme Zellen enthalten, aus denen im Laufe der Zeit Mundkrebs entstehen kann. Deshalb muss jeder weiße Fleck im Mund, der sich nicht abwischen lässt, unbedingt von einem Spezialisten beurteilt und höchstwahrscheinlich zur sicheren Diagnose durch eine Biopsie untersucht werden.
Wie erkennt man Mundsoor, ein durch Pilze verursachtes Mundgeschwür?
Mundsoor, auch orale Candidose genannt, ist eine Infektion, die entsteht, wenn sich der natürlicherweise im Mund vorkommende Pilz Candida albicans aus verschiedenen Gründen unkontrolliert und übermäßig vermehrt. Solange unser Immunsystem normal funktioniert, verursacht dieser Pilz keine Probleme. Unter bestimmten Umständen kann das Gleichgewicht jedoch gestört werden.
Folgende Zustände begünstigen die Entstehung von Mundsoor:
- Kürzlich erfolgte Antibiotikabehandlung
- Geschwächtes Immunsystem, beispielsweise durch Chemotherapie oder HIV
- Unzureichend eingestellter Diabetes mellitus
- Tragen von Zahnersatz
- Mundtrockenheit
- Säuglingsalter und hohes Lebensalter
Das Erscheinungsbild von Mundsoor ist sehr typisch. Er zeigt sich im Mund, auf der Zunge oder an den Wangen als cremig-weiße Flecken, die geronnener Milch ähneln. Der wichtigste Unterschied zur Leukoplakie besteht darin, dass sich diese Flecken mit einem Tuch leicht abwischen lassen und darunter ein roter, empfindlicher Bereich sichtbar wird.
Welche Vitamin- und Mineralstoffmängel verursachen Mundgeschwüre?
Ständig wiederkehrende Mundgeschwüre können manchmal ein Hinweis auf Nährstoffmängel im Körper sein. Damit die Mundschleimhaut gesund bleibt und sich schnell erneuern kann, sind bestimmte Vitamine und Mineralstoffe lebenswichtig. Fehlen diese Nährstoffe, wird die Schleimhaut dünner und schwächer und dadurch anfälliger für Verletzungen.
Zu den Mangelzuständen, die am häufigsten mit wiederkehrenden Mundgeschwüren in Verbindung gebracht werden, gehören:
- Eisen
- Zink
- Vitamin B12
- Folat, Folsäure oder Vitamin B9
- Andere B-Vitamine wie B1, B2 und B6
Wenn bei Ihnen häufig Aphthen auftreten, kann es zur grundlegenden Lösung des Problems beitragen, diese Werte durch eine einfache Blutuntersuchung kontrollieren zu lassen und bei einem Mangel unter ärztlicher Aufsicht Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen.
Wie beeinflussen Stress und Müdigkeit die Entstehung von Mundgeschwüren?
Starker Stress und Schlafmangel gehören insbesondere bei Aphthen zu den bekanntesten Auslösern. Ein Schüler während einer Prüfungsphase, eine Fachkraft, die an einem intensiven Projekt arbeitet, oder eine Person, die eine schwierige Lebensphase durchläuft, kann feststellen, dass in solchen Zeiten häufiger Mundgeschwüre auftreten. Dafür gibt es eine wissenschaftliche Erklärung. Stress stört das Gleichgewicht des körpereigenen Immunsystems. Ausgeschüttete Stresshormone wie Kortisol können die Immunantwort verändern und den Körper anfälliger für entzündliche Reaktionen machen, die zur Entstehung von Aphthen führen. Stress schafft somit gewissermaßen einen geeigneten Nährboden für das Auftreten von Aphthen.
Können wiederkehrende Mundgeschwüre genetisch bedingt sein?
Ja, bei wiederkehrenden Aphthen besteht eine genetische Veranlagung. Wenn in Ihrer Familie, beispielsweise bei Ihrer Mutter, Ihrem Vater oder Ihren Geschwistern, häufig Aphthen auftreten, ist auch bei Ihnen die Wahrscheinlichkeit höher, Aphthen zu entwickeln. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass bei etwa 40 % der Patienten mit Aphthen eine ähnliche Familiengeschichte besteht. Dies deutet darauf hin, dass die Neigung zur Entstehung von Aphthen über die Gene weitergegeben werden kann. Selbstverständlich reicht die genetische Veranlagung allein nicht aus. Meist muss zusätzlich ein auslösender Faktor wie Stress, ein Trauma oder ein Nährstoffmangel hinzukommen.
Welche schweren Erkrankungen können sich durch Mundgeschwüre bemerkbar machen?
Unser Mund ist ein Spiegel der allgemeinen körperlichen Gesundheit. Manchmal kann eine hartnäckige Wunde im Mund mehr als nur ein lokales Problem sein und das erste Zeichen einer systemischen Erkrankung darstellen, die den gesamten Körper betrifft. Deshalb müssen insbesondere nicht heilende oder ständig wiederkehrende Wunden ernst genommen werden.
Zu den wichtigsten systemischen Erkrankungen, die sich durch Mundgeschwüre zeigen können, gehören:
- Morbus Behçet: Das häufigste und erste Anzeichen dieser Erkrankung, die Entzündungen der Blutgefäße im Körper verursacht, sind wiederkehrende Mundgeschwüre, die Aphthen sehr ähnlich sehen.
- Morbus Crohn: Morbus Crohn ist eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, die Entzündungen an jeder Stelle des Verdauungssystems verursachen kann. Im Mund kann sie sich durch tiefe, linienförmige Wunden oder aphthenähnliche Veränderungen äußern.
- Zöliakie: Diese durch eine Glutenunverträglichkeit gekennzeichnete Erkrankung kann direkt Aphthen verursachen oder durch eine beeinträchtigte Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen indirekt die Entstehung von Wunden begünstigen.
- Lupus, auch systemischer Lupus erythematodes genannt: Bei dieser Autoimmunerkrankung, die viele Organe des Körpers betreffen kann, können im Mund rote oder weiße Wunden auftreten.
- Andere Autoimmunerkrankungen: Seltenere Autoimmunerkrankungen wie Pemphigus vulgaris können ihre ersten Anzeichen ebenfalls in Form von Mundgeschwüren zeigen.
Wann sollte man wegen eines nicht heilenden Mundgeschwürs einen Arzt aufsuchen?
Auch wenn die meisten Mundgeschwüre harmlos sind, gibt es Situationen, die von einem Spezialisten beurteilt werden müssen. Die Antwort auf die Frage „Wann sollte ich mir Sorgen machen?“ liegt in bestimmten Warnzeichen. Wenn eines dieser Anzeichen bei Ihnen vorhanden ist, ist es wichtig, einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufzusuchen.
Folgende Situationen erfordern unbedingt eine ärztliche Untersuchung:
- Eine Wunde, die seit mehr als drei Wochen nicht abgeheilt ist, die sogenannte Drei-Wochen-Regel.
- Eine ungewöhnlich große Wunde.
- Ständig neu auftretende Wunden, wobei eine neue beginnt, bevor die vorherige abgeheilt ist.
- Eine schmerzlose, aber nicht abheilende Wunde, die verdächtiger sein kann als eine schmerzhafte Wunde.
- Begleitende Beschwerden wie Fieber, Durchfall, Gewichtsverlust oder Hautausschlag.
- Erhebliche Schwierigkeiten beim Schlucken oder Essen.
Warum ist eine Biopsie bei der Diagnose eines Mundgeschwürs so wichtig?
Auch wenn das Wort Biopsie viele Menschen beunruhigt, handelt es sich tatsächlich um das zuverlässigste Diagnoseverfahren zur Beseitigung von Unklarheiten. Dabei wird insbesondere aus einer nicht heilenden, verdächtig aussehenden oder möglicherweise als Krebsvorstufe einzustufenden Wunde wie einer Leukoplakie eine kleine Gewebeprobe entnommen und unter dem Mikroskop untersucht. Auf diese Weise lässt sich mit vollständiger Sicherheit feststellen, ob die Wunde gutartig oder bösartig ist oder ob sie zu einer bestimmten Erkrankung wie Lichen planus gehört. Die Biopsie ist ein grundlegender Schritt, der dem Arzt die eindeutigsten Informationen für die Planung der richtigen Behandlung liefert. Sie wird meist unter örtlicher Betäubung als kurzer und schmerzfreier Eingriff durchgeführt.
Was kann zu Hause getan werden, um die Schmerzen eines Mundgeschwürs zu lindern?
Bei einfachen Aphthen gibt es zahlreiche Maßnahmen, die Sie zu Hause anwenden können, um die Heilung zu unterstützen und die Schmerzen zu reduzieren.
Worauf bei Speisen und Getränken geachtet werden sollte:
Es ist sinnvoll, vorübergehend auf bestimmte Lebensmittel zu verzichten, die die Wunde reizen können.
- Scharfe und stark gewürzte Speisen
- Saure Früchte und Getränke wie Orangen, Zitronen, Tomaten und Cola
- Salzige und essighaltige Lebensmittel wie eingelegtes Gemüse und Chips
- Harte und scharfkantige Lebensmittel wie Toast, Chips und Nüsse
- Sehr heiße Getränke und Suppen
Mundpflege und lindernde Maßnahmen:
Eine gute Mundpflege beschleunigt die Heilung, muss jedoch vorsichtig durchgeführt werden.
- Verwenden Sie eine Zahnbürste mit weichen Borsten.
- Bevorzugen Sie alkoholfreie Mundspülungen.
- Gurgeln Sie mehrmals täglich mit lauwarmem Salzwasser.
- Auch das Gurgeln mit Natronwasser kann lindernd wirken.
- Das Halten eines Eisstücks an die schmerzende Stelle kann vorübergehend eine Betäubung bewirken.
Welche Behandlungsmethoden werden bei Mundgeschwüren angewendet?
Die Behandlung von Mundgeschwüren richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache. Ziel der Behandlung ist es, die Schmerzen zu lindern, die Heilung zu beschleunigen und Rückfälle zu verhindern. Es steht ein breites Behandlungsspektrum zur Verfügung, das von einfachen Produkten aus der Apotheke bis hin zu modernen Verfahren reicht, die von einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt durchgeführt werden.
Zu den verwendeten Medikamenten und Produkten gehören:
Lokalanästhetika: Gele mit Benzocain oder Lidocain, die direkt auf die Wunde aufgetragen werden. Sie betäuben den Schmerz vorübergehend.
Topische Kortikosteroide: Ärztlich verordnete Salben oder Pasten, die die Entzündung unterdrücken und die Heilung beschleunigen.
Antiseptische Mundspülungen: Sie helfen dabei, den Wundbereich sauber zu halten und Sekundärinfektionen zu verhindern.
Systemische Medikamente: In sehr schweren Fällen oder bei systemischen Erkrankungen wie Morbus Behçet können oral einzunehmendes Kortison oder immunsuppressive Medikamente erforderlich sein.
Welche modernen Behandlungen führt ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt bei Mundgeschwüren durch?
Wenn häusliche Maßnahmen oder standardmäßige medikamentöse Behandlungen nicht ausreichen, kann ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt wirksamere und schneller wirkende moderne Behandlungsmethoden anbieten. Diese Verfahren zielen insbesondere darauf ab, die Lebensqualität von Patienten mit hartnäckigen und stark schmerzhaften Wunden unmittelbar zu verbessern.
Zu den fortgeschrittenen Maßnahmen, die von Spezialisten angewendet werden, gehören:
Laserbehandlung, auch Low-Level-Lasertherapie genannt: Dabei handelt es sich um eine äußerst moderne und schmerzfreie Methode zur Behandlung schmerzhafter Aphthen. Das Laserlicht wird einige Minuten lang angewendet, ohne die Wunde zu berühren. Es ist nachgewiesen, dass dadurch die Schmerzen sofort gelindert, die Entzündung unterdrückt und die Gewebeheilung biologisch angeregt werden, sodass sich die Wunde deutlich schneller schließt.
Chemische Kauterisation: Bei dieser Methode wird eine spezielle chemische Lösung, beispielsweise Debacterol, mit einem Wattestäbchen direkt auf die Wunde aufgetragen. Dadurch werden die freiliegenden Nervenenden an der Wundoberfläche mit einer Barriere bedeckt, sodass die Schmerzen innerhalb weniger Sekunden nachlassen und der Heilungsprozess beschleunigt wird.
Chirurgische Entfernung, auch Exzision genannt: Sie wird insbesondere zur vollständigen Entfernung von Veränderungen eingesetzt, die wie eine Leukoplakie potenziell eine Krebsvorstufe darstellen oder bei einer Biopsie als verdächtig eingestuft wurden. Dieser Eingriff ermöglicht die vollständige Entfernung des abnormalen Gewebes und die Sicherung der endgültigen Diagnose.













