Was ist Schwindel?
Schwindel (Vertigo) bezeichnet das Gefühl, dass sich die eigene Person oder die Umgebung dreht. Dieser Zustand ist eigentlich keine eigenständige Krankheit, sondern ein Empfinden, das bei verschiedenen Erkrankungen auftreten kann und häufig auch durch bestimmte Untersuchungsbefunde erkennbar wird. Viele unterschiedliche Beschwerden können von Patienten als „Schwindel“ oder „Vertigo“ beschrieben werden. Bei einer ausführlichen Anamnese zeigt sich jedoch, dass nur relativ wenige davon tatsächlich zur Kategorie des echten Drehschwindels gehören.
Viele Menschen beschreiben diesen Zustand auf unterschiedliche Weise, beispielsweise als Gleichgewichtsstörung, Benommenheit, Schwarzwerden vor den Augen oder als leichtes bis starkes Drehgefühl. Je nach zugrunde liegender Ursache können die Beschwerden von einer leichten Unsicherheit bis zu einem sehr starken Drehgefühl reichen. Schwindel kann als einzelne Beschwerde auftreten oder gemeinsam mit Hörverlust und/oder Ohrgeräuschen beobachtet werden.
Wie funktioniert das Gleichgewichtssystem?
Die Bogengänge des Innenohres sind dafür verantwortlich, die Position des Kopfes im Verhältnis zur Erdoberfläche wahrzunehmen. Die Flüssigkeiten in den Bogengängen bewegen sich entsprechend der Kopfposition, wodurch Menschen die räumliche Lage ihres Kopfes wahrnehmen können. Unser Gleichgewichtssystem ist komplex und entsteht dadurch, dass Informationen aus den Bogengängen des Innenohres, dem Kleinhirn, den Sehbahnen sowie den Gelenken der Arme und Beine dreidimensional im Gehirn verarbeitet werden.
Das Ohr besteht aus drei Abschnitten: dem Außen-, Mittel- und Innenohr. Die Strukturen des Außen- und Mittelohres sammeln Schallwellen, verstärken sie und übertragen sie auf die Flüssigkeiten des Innenohres. Die Hör- und Gleichgewichtszentren im Innenohr befinden sich im Schläfenbein und sind mit Innenohrflüssigkeiten, der Endolymphe und Perilymphe, gefüllt. Die empfindlichen Nervenendigungen und Nervenzellen der Hör- und Gleichgewichtsnerven stehen ständig mit diesen Flüssigkeiten in Kontakt. Die Schallwellen, die das Innenohr erreichen, werden dort durch die Innenohrflüssigkeiten weitergeleitet, reizen die Nervenendigungen und erzeugen elektrische Signale, die an die entsprechenden Zentren im Gehirn übertragen werden. Aus diesem Grund können bei bestimmten Erkrankungen wie Morbus Menière neben Schwindel auch Hörverluste auftreten.
Wie entsteht unsere räumliche Gleichgewichtswahrnehmung?
Das Gleichgewichtssystem besteht aus einem zentralen Bereich und drei verschiedenen Wahrnehmungssystemen. Das Gehirn dient als Zentrum, das kontinuierlich Informationen über die Körperposition aus den Augen, den Gleichgewichtszentren des Innenohres sowie aus Muskeln, Gelenken und Sehnen sammelt und verarbeitet. Es ist für die Aufrechterhaltung des Gleichgewichts verantwortlich. Diese drei Systeme arbeiten unabhängig voneinander und tragen gemeinsam zur Stabilisierung des Körpers bei.
Während die Augen Bilder aus der Umgebung an das Gehirn weiterleiten und dadurch Informationen über die Position des Körpers im Raum liefern, vermitteln Signale aus Muskeln, Sehnen und Gelenken Informationen über die Position des Kopfes im Verhältnis zum Körper. Das Gleichgewichtssystem des Innenohres besteht aus zwei unterschiedlichen Bereichen: den Bogengängen, die Drehbewegungen wahrnehmen, und dem Vestibulum, das lineare Bewegungen registriert. Diese beiden mit Flüssigkeit gefüllten Bereiche werden zusammen als „Labyrinth“ bezeichnet. Wenn sich der Kopf bewegt, bewegt sich auch die Flüssigkeit im Innenohr. Je nach Form und Richtung dieser Bewegung werden unterschiedliche Nervenendigungen angeregt, die Signale über die Kopfbewegung an das Gehirn senden.
Die Gleichgewichtsorgane in den Labyrinthen beider Seiten erzeugen ständig genau symmetrische Signale. Signale, die durch Drehbewegungen des Kopfes entstehen, werden in den Bogengängen registriert, während lineare Bewegungen nach vorne, hinten, oben oder unten das Vestibulum stimulieren. Kalziumkarbonatkristalle, die an den Zellen der Gleichgewichtszentren im Vestibulum haften, verändern abhängig von der Schwerkraft ihre Position. Dadurch können Richtung und Stärke der Kopfbewegung wahrgenommen werden.
Wenn das Gleichgewichtszentrum eines Innenohres nicht richtig funktioniert, wird die Symmetrie der an das Gehirn gesendeten Signale gestört. Dies erzeugt das Gefühl einer Gleichgewichtsstörung, während Signale vom Gehirn zu den Augenmuskeln unwillkürliche Augenbewegungen, den sogenannten Nystagmus, auslösen. Diese Augenbewegungen vermitteln dem Patienten das Gefühl, dass sich entweder die Umgebung oder die eigene Person dreht.
Die Informationen aus allen bewegungswahrnehmenden Zentren werden mit korrigierenden Reflexen aus dem Kleinhirn und bewussten Reaktionen aus dem Gehirn kombiniert. Anschließend werden Signale an die Körpermuskulatur gesendet, damit Bewegungen zur Aufrechterhaltung des Gleichgewichts ausgeführt werden. Die Gleichgewichtszentren im Gehirn, Kleinhirn und Hirnstamm können sich mit der Zeit an asymmetrische Signale aus dem Innenohr anpassen und lernen, sich davon nicht mehr beeinflussen zu lassen. Aufgrund dieser Eigenschaft ist es bei einigen Erkrankungen, die Schwindel verursachen, oder bei bestimmten sportlichen Aktivitäten, die normalerweise Gleichgewichtsstörungen hervorrufen könnten, möglich, die Beschwerden durch geeignete Übungen zu beseitigen oder zu verhindern.

Welche Erkrankungen verursachen Schwindel?
Eine Störung in einem der Zentren, die an der Aufrechterhaltung des Gleichgewichts beteiligt sind, kann Symptome wie Schwindel, Gleichgewichtsstörungen und Benommenheit verursachen.
Erkrankungen des Innenohres:
- Gleichgewichtsstörungen, die vom Innenohr ausgehen, entstehen durch Veränderungen des Drucks der Innenohrflüssigkeit oder durch eine direkte Beeinträchtigung der Gleichgewichtszentren und/oder der Gleichgewichtsnerven.
- Der häufigste Grund für Schwindel ist der gutartige Lagerungsschwindel, der durch die Ansammlung von Kristallen in der Innenohrflüssigkeit entsteht. Nachdem diese Kristalle durch Manöver und Übungen entfernt wurden, tritt das Schwindelgefühl im Allgemeinen nicht erneut auf. Dieser Zustand kommt häufig bei Menschen über 60 Jahren vor, kann jedoch auch bei jüngeren Personen beobachtet werden.
- Die empfindlichen Enden des Hör- und Gleichgewichtsnervs enden in verschiedenen Bereichen der Hör- und Gleichgewichtszentren des Innenohres, die dieselbe Flüssigkeit, die Endolymphe, enthalten. Veränderungen der Zirkulation, des Drucks oder der Zusammensetzung dieser Flüssigkeit können die Nervenendigungen reizen und akuten, chronischen oder wiederkehrenden Schwindel verursachen, der mit oder ohne Hörbeschwerden auftreten kann.
- Auch andere Probleme, die die Durchblutung des Innenohres beeinträchtigen oder den Gleichgewichtsnerv betreffen, können ähnliche Beschwerden verursachen.
Erkrankungen des Gehirns:
Gehirn, Rückenmark und Kleinhirn sind Bestandteile des zentralen Nervensystems. Beschwerden entstehen, wenn die Fähigkeit beeinträchtigt ist, Signale aus den Gleichgewichtsorganen zu interpretieren und geeignete Reaktionen zu erzeugen. In diesen Fällen können neben Schwindel auch Hörverlust und/oder Ohrgeräusche auftreten. Solche Probleme können durch fortgeschrittenes Alter, Gefäßverschlüsse oder Gefäßspasmen, allergische oder metabolische Erkrankungen sowie gutartige oder bösartige Tumoren entstehen.
Auch starker Stress, Panikattacken, Depressionen und Anspannung können ähnliche Beschwerden hervorrufen. Bei solchen Problemen können neben Gleichgewichtsstörungen auch ein Druck- oder Völlegefühl im Kopf und in den Ohren auftreten.
Erkrankungen der Halswirbelsäule:
Gleichgewichtsstörungen können entstehen, wenn Positionssignale aus den Nackenmuskeln, die an die Gleichgewichtszentren im Hirnstamm gesendet werden und eine wichtige Rolle bei der Gleichgewichtskontrolle spielen, gestört sind. Traumata, Gelenkerkrankungen der Halswirbelsäule oder Muskelkrämpfe infolge eines Drucks auf die Nerven im Halsbereich können die Durchblutung von Gehirn und Kleinhirn vermindern und dadurch Schwindel verursachen. Sehstörungen:
Wenn fehlerhafte Signale aus den Augen, die durch Sehfehler oder Erkrankungen der Augenmuskeln verursachte unwillkürliche Augenbewegungen entstehen, nicht mit den Signalen der anderen Gleichgewichtssensoren übereinstimmen, kann diese Signalabweichung Schwindel verursachen. Gleichzeitig können infolge weiterer unangemessener Reize im Nervensystem Beschwerden wie Schwitzen, Übelkeit und Erbrechen auftreten.
Welche unterschiedlichen ursächlichen Befunde zeigen sich bei Patienten mit Schwindelbeschwerden?
Vertigo bei Erkrankungen des Innenohres:
Erkrankungen, die die Funktionen des Innenohres und/oder die Verbindungen des Innenohres zum zentralen Nervensystem beeinträchtigen, verursachen Symptome wie Schwindel, Hörverlust und Ohrgeräusche. Diese Beschwerden können abhängig von den betroffenen Funktionen einzeln oder gemeinsam auftreten.
Schwindel kann sich als sehr starkes Drehgefühl, Gleichgewichtsstörung oder Benommenheit äußern. Die Beschwerden können dauerhaft oder episodisch sein und verstärken sich meist durch Kopfbewegungen. Häufig treten auch Übelkeit und Erbrechen auf, bei Schwindel durch Innenohrerkrankungen kommt es jedoch nicht zu Bewusstlosigkeit.
Zu den wichtigsten Ursachen von Funktionsstörungen des Innenohres gehören Infektionen, am häufigsten viralen Ursprungs, Durchblutungsstörungen, Veränderungen des Drucks der Innenohrflüssigkeiten, Nervenentzündungen, Traumata, Medikamente oder tumoröse Raumforderungen. Die wichtigsten Bestandteile der Diagnostik sind eine ausführliche Krankengeschichte und Untersuchung. Bei den meisten Patienten müssen Hör- und Gleichgewichtstests durchgeführt werden. Wenn nach diesen Untersuchungen keine Diagnose gestellt werden kann, können zusätzlich bildgebende Untersuchungen, Tests auf hormonelle und metabolische Erkrankungen sowie Allergien und neurologische Untersuchungen erforderlich sein.
Durch diese Untersuchungen wird zunächst festgestellt, ob eine schwerwiegende oder lebensbedrohliche zugrunde liegende Erkrankung vorliegt. Die Ergebnisse sämtlicher Untersuchungen helfen nach der Diagnosestellung bei der Auswahl der geeigneten medikamentösen oder chirurgischen Behandlung.
Schwindel bei Erkrankungen des Blutes und der Gefäße
Durchblutungsstörungen in Form von Gefäßspasmen, Gefäßverschlüssen, Gefäßrissen oder Blutungen, die die Gleichgewichtsorgane des Innenohres betreffen, können Schwindel, Hörverlust und Ohrgeräusche verursachen. Schwindel aufgrund eines Gefäßspasmus beginnt meist plötzlich und tritt wiederholt auf. Nervliche Erschöpfung, emotionaler Stress, bestimmte Medikamente, Nikotin und Koffein können Gefäßspasmen auslösen.
Wenn sich ein Gefäßverschluss infolge von Alter und Arteriosklerose langsam entwickelt, können sich die Strukturen des Innenohres mit der Zeit an die abnehmende Durchblutung anpassen. Manchmal entsteht ein dauerhaftes Unsicherheitsgefühl, wobei plötzliches Aufstehen oder schnelle Bewegungen die Beschwerden verstärken können.
Bei plötzlich auftretenden vollständigen Verschlüssen wird gewöhnlich starker Schwindel zusammen mit Übelkeit und Erbrechen beobachtet.
Die starken Beschwerden nehmen innerhalb weniger Tage ab und verschwinden nach einigen Wochen, wenn das gesunde Ohr die Funktionen übernimmt. Bei Gefäßrissen infolge von Bluthochdruck oder Trauma treten Befunde auf, die einem plötzlichen vollständigen Gefäßverschluss ähneln. Behandlung: Bei Schwindel aufgrund von Gefäßerkrankungen werden in der frühen Phase Medikamente gegen das Drehgefühl gemeinsam mit gefäßerweiternden Arzneimitteln eingesetzt. Ebenfalls können frühzeitig beruhigende Medikamente verwendet werden, die die Gleichgewichtszentren unterdrücken und dadurch die Beschwerden lindern. Gefäßverengende Substanzen wie Nikotin und Koffein sollten vermieden werden. Beruhigende Medikamente, die die Funktion des Innenohres unterdrücken, sollten nicht langfristig angewendet werden, damit die Übernahme der Funktion durch das gesunde Ohr nicht verzögert wird.
Lagerungsschwindel:
Die häufigste Ursache für Schwindel ist der gutartige Lagerungsschwindel, der als Benigner Paroxysmaler Lagerungsschwindel beziehungsweise BPPV bezeichnet wird. Im Volksmund wird dieser Zustand als „Verrutschen der Innenohrkristalle“ beschrieben. Die Ursache ist eine Kristallansammlung in der Innenohrflüssigkeit. Durch bestimmte Manöver des Arztes kann dieser Zustand sofort korrigiert werden. Diese Manöver dienen sowohl der Diagnose als auch der Behandlung und führen zu nahezu wundersamen Ergebnissen. Die Behandlung des BPPV gehört zu den erfolgreichsten Schwindelbehandlungen. Nach einmaliger Durchführung der Manöver tritt die Erkrankung nur selten erneut auf.
Informationen zu dieser Erkrankung finden Sie unter der Überschrift „Lagerungsschwindel“.
Altersbedingter Schwindel und Gleichgewichtsverlust:
Der wichtigste Faktor bei altersbedingten Gleichgewichtsstörungen ist eine Beeinträchtigung der Durchblutung der feinen Gefäße, die die Gleichgewichtszentren und Gleichgewichtsnerven des Innenohres versorgen. Dieses Problem verursacht nur selten starke Beschwerden. Eine verminderte Durchblutung des Vestibulums kann durch Funktionsstörungen der Zellen in den Gleichgewichtsorganen dazu führen, dass sich Innenohrkristalle lösen und ein Lagerungsschwindel entsteht.
Bei dieser Patientengruppe sind Gleichgewichtsübungen meist hilfreich. Mit zunehmendem Alter verlangsamen sich die Gefäßreflexe. Besonders bei Patienten, die Medikamente gegen Bluthochdruck einnehmen, kann plötzliches Aufstehen aus dem Bett zu Gleichgewichtsverlust führen.
Infektionen:
Auch wenn Infektionen, die das Innenohr betreffen, anfangs nur leichte Symptome verursachen, können starke Drehgefühle, Übelkeit und Erbrechen auftreten, sobald die empfindlichen Gleichgewichtsbereiche betroffen sind.
Bei der Behandlung muss die Infektionsquelle schnell beseitigt werden. Da Risiken wie Hörverlust oder eine Ausbreitung der Infektion in den Schädel bestehen, können chirurgische Behandlungsmöglichkeiten erforderlich werden, wenn auf die medikamentöse Therapie nicht rasch angesprochen wird.
Vestibularisneuritis:
Wenn Virusinfektionen den Gleichgewichtsnerv oder die Gleichgewichtszentren im Hirnstamm beeinträchtigen, kann starker Schwindel auftreten, der mehrere Wochen anhält. Auch nachdem die klinischen Beschwerden abgeklungen sind, kann es Monate dauern, bis sich die Gleichgewichtstests normalisieren.
Diese Erkrankung heilt gewöhnlich ohne bleibende Schäden aus und tritt nur selten erneut auf. Nach einer frühzeitigen medikamentösen Behandlung zur Linderung der starken Beschwerden werden unterstützende Therapien und Anpassungsübungen durchgeführt.
Metabolische Erkrankungen und Allergien:
Bei dieser Gruppe können neben Schwindel auch Hörverlust und Ohrgeräusche auftreten. Zu den häufigsten Ursachen gehören Erkrankungen der Schilddrüse, Störungen des Zuckerstoffwechsels sowie Nahrungsmittel- und Atemwegsallergien.
Die Behandlung richtet sich nach der zugrunde liegenden Erkrankung.
Traumata:
Schwindel kann nach Schlägen auf den Kopf infolge einer Schädigung des Gleichgewichtszentrums im Innenohr oder der Innenohrdurchblutung entstehen. Gleichzeitig können Ohrgeräusche und/oder Hörverlust auftreten.
Zur Behandlung werden beruhigende Medikamente zur Linderung der Beschwerden sowie Arzneimittel zur Verbesserung der Innenohrdurchblutung eingesetzt. Es handelt sich meist um eine Funktionsstörung, die sich, wenn auch langsam, mit der Zeit bessert.
Autoimmune Innenohrerkrankungen, bei denen der Körper gegen sich selbst reagiert:
Dabei wird das Innenohr infolge einer Erkrankung des körpereigenen Abwehrsystems geschädigt. Schwindel kann gemeinsam mit Hörverlust und Ohrgeräuschen auftreten. Die Diagnose wird mithilfe von Bluttests gestellt. Zur Behandlung werden Steroide und Medikamente eingesetzt, die das Immunsystem unterdrücken. In den vergangenen Jahren wird auch die niedrigenergetische Lasertherapie, die sogenannte Low-Level-Lasertherapie beziehungsweise LLLT, zur Verbesserung von Schäden im Innenohr eingesetzt.
Tumoren:
Die häufigste tumoröse Erkrankung, die Gleichgewichtsstörungen verursacht, ist das Neurinom, ein gutartiger Tumor, der vom Gleichgewichtsnerv ausgeht. Neben Gleichgewichtsstörungen treten gewöhnlich auch Ohrgeräusche und Hörverlust auf. Abhängig von Lage, Größe und Wachstumsgeschwindigkeit des Tumors sowie dem Alter, dem allgemeinen Gesundheitszustand und dem Hörvermögen des Patienten wird zwischen reiner Beobachtung, Strahlentherapie wie Gamma Knife oder CyberKnife und einer Operation entschieden. Da ein wachsender Tumor mit der Zeit Druck auf den unmittelbar benachbarten, lebenswichtigen Hirnstamm ausüben kann, werden die besten Ergebnisse durch eine frühe Diagnose und Operation erzielt.
Morbus Menière:
Morbus Menière gehört zu den häufigsten Ursachen wiederkehrender Schwindelanfälle und entsteht durch einen erhöhten Druck der Innenohrflüssigkeit, der Endolymphe.
Die Flüssigkeiten, die das Innenohr ausfüllen, werden kontinuierlich produziert und gleichzeitig wieder aufgenommen, wodurch ein Flüssigkeitskreislauf entsteht. Wenn Störungen in diesem System zu einer erhöhten Produktion oder verminderten Rückresorption führen, steigt der Flüssigkeitsdruck und die typischen Symptome treten auf. Obwohl die genaue Ursache der Erkrankung nicht vollständig bekannt ist, kann eine genetische Veranlagung bestehen. Typische Anfälle können durch metabolische, durchblutungsbedingte, allergische, autoimmune, toxische oder emotionale Faktoren ausgelöst werden. Morbus Menière betrifft gewöhnlich nur ein Ohr und ist durch unregelmäßig wiederkehrende Schwindelanfälle gekennzeichnet, die von wenigen Minuten bis zu mehreren Stunden dauern können. Während der Anfälle treten meist schwankende Hörverluste auf, die besonders tiefe Frequenzen betreffen. Zusätzlich können Ohrgeräusche sowie ein Völle- und Druckgefühl im betroffenen Ohr entstehen. Die Schwindelanfälle können plötzlich beginnen und gehen häufig mit einem sehr starken Drehgefühl, Übelkeit und Erbrechen einher.
Die Stärke der wiederkehrenden Anfälle nimmt im Laufe der Zeit meist ab. Zwischen den Schwindelanfällen lassen sich bei den meisten Patienten keine deutlichen Beschwerden oder Befunde feststellen.
Neben der klassischen Erkrankung wird eine seltenere Form, die ohne Schwindel und nur mit Hörverlust, Ohrgeräuschen und einem Völlegefühl im Ohr verläuft, als Cochleahydrops bezeichnet. Eine Erkrankung, die ohne Hörbeschwerden ausschließlich mit Schwindelanfällen einhergeht, wird als vestibulärer Hydrops bezeichnet. Die Behandlung erfolgt bei allen Formen nach denselben Grundsätzen.
Behandlung des Morbus Menière:
Zur Behandlung können medikamentöse und chirurgische Methoden eingesetzt werden. Das grundlegende Prinzip besteht darin, den Flüssigkeitskreislauf im Innenohr sicherzustellen und einen Druckanstieg zu verhindern. Wenn dieses Ziel nicht erreicht wird, können auch zerstörende Verfahren angewendet werden, beispielsweise die medikamentöse oder chirurgische Ausschaltung des Gleichgewichtszentrums im Innenohr oder die Durchtrennung des Gleichgewichtsnervs.
Bei einem Großteil der Patienten können die Beschwerden durch eine medikamentöse Behandlung kontrolliert werden.
Der Behandlungsinhalt wird bestimmt durch:
- Die mögliche Ursache der Erkrankung
- Die Häufigkeit der Beschwerden
- Die Stärke der Beschwerden
- Den Grad, in dem der Patient durch die Erkrankung beeinträchtigt wird
Grundprinzipien:
- Regulierung der Durchblutung im Innenohr
- Senkung des Flüssigkeitsdrucks im Innenohr
- Unterdrückung immunologischer und/oder allergischer Reaktionen im Innenohr. Zu den wichtigsten verwendeten Medikamenten gehören:
- Gefäßerweiternde Medikamente
- Entwässernde Medikamente
- Steroide
- Beruhigende Medikamente
In besonderen Fällen können Medikamente eingesetzt werden, die das Immunsystem unterdrücken oder die Funktionen des Gleichgewichtszentrums gezielt schädigen. Wenn mit medikamentösen Behandlungen nicht die gewünschten Ergebnisse erzielt werden, kommen chirurgische Behandlungsmöglichkeiten in Betracht. Es gibt zwei Gruppen chirurgischer Verfahren: solche, die Hör- und Gleichgewichtsfunktionen erhalten, und solche, die diese Funktionen nicht erhalten. Solange ein nutzbares Hörvermögen vorhanden ist, werden hörerhaltende Operationen bevorzugt.
Mit den in den vergangenen Jahren zunehmend eingesetzten Steroidinjektionen in das Ohr können sowohl gute Ergebnisse erzielt als auch schwerwiegende Nebenwirkungen vermieden werden, die durch eine Wirkung von Steroiden auf den gesamten Körper entstehen. Wenn die Beschwerden trotz hörerhaltender Verfahren nicht kontrolliert werden können, werden Methoden angewendet, die das Gleichgewichtszentrum des Innenohres auf der erkrankten Seite vollständig ausschalten. Anschließend kann das normal arbeitende Gleichgewichtszentrum der gesunden Seite innerhalb kurzer Zeit nahezu alle Funktionen übernehmen.
Warum sind die Diagnose und Behandlung von Gleichgewichts- und Bewegungsstörungen trotz moderner Technologie so schwierig?
Das Problem entsteht dadurch, dass die sensorischen Systeme, zu denen visuelle, innenohrbezogene und wahrnehmungsbezogene Komponenten gehören, sowie die motorischen Systeme miteinander interagieren und koordiniert arbeiten müssen. Zudem sind zahlreiche Organe beteiligt. Das menschliche Gleichgewichtssystem ist sehr komplex. Viele Organe müssen miteinander interagieren und harmonisch funktionieren. Noch immer verwenden viele Fachärzte und Kliniken traditionelle Methoden zur Diagnose und Behandlung von Gleichgewichtsstörungen. Diese diagnostischen Tests liefern häufig nur Befunde zu einem einzelnen Organ. Die meisten dieser klinischen Ergebnisse leisten keinen wesentlichen Beitrag zur Diagnose oder Behandlung von Gleichgewichtserkrankungen. Das Problem kann nicht nur eines der Systeme, sondern auch andere Strukturen wie das Gehirn betreffen. Klassische klinische Ansätze können die für Gleichgewicht und Bewegungskontrolle erforderliche Integration nicht systematisch miteinander verknüpfen. Daher kann die eigentliche Ursache bei solchen Erkrankungen unentdeckt bleiben.
Der Arzt beginnt, sich selbst Fragen zu stellen. Führt der Patient mich vielleicht in die falsche Richtung? Sollte ein Medikament gegen Schwindel oder ein Beruhigungsmittel verabreicht werden, damit sich der Patient besser fühlt oder die Symptome unterdrückt werden? Gleichzeitig entstehen auch beim Patienten ähnliche Fragen: Dieser Arzt versteht mein Problem nicht! Oder noch schlimmer: Wird dieser Arzt meine Erkrankung übersehen? Die große Mehrheit chronischer Gleichgewichtserkrankungen kann behandelt werden.
Dieser als Rehabilitation bezeichnete Korrekturprozess ermöglicht es der betroffenen Person, vorhandene Defizite auszugleichen und zu kompensieren. Da die vollständige Behandlung von Patienten mit Gleichgewichtsstörungen jedoch sehr komplex ist und die Zusammenarbeit verschiedener medizinischer Fachgebiete erfordert, entstand das Konzept eines Gleichgewichtszentrums. Entscheidend bei einem Gleichgewichtszentrum ist die Zusammenarbeit mit Spezialisten verschiedener Fachrichtungen, die in Schwindel- und Gleichgewichtserkrankungen geschult sind oder entsprechende Erfahrung besitzen. Dieses Team besteht aus Fachärzten der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde beziehungsweise Neurootologie, Neurologie, Neurochirurgie, Audiologie, Psychiatrie, Physiotherapie und Allgemeinmedizin. Alle Teammitglieder müssen Erfahrung in der Diagnose und Behandlung von Patienten mit Gleichgewichtsstörungen besitzen. Das Konzept des Gleichgewichtszentrums stellt einen anderen Ansatz zur Lösung dieser Probleme dar.
Die Betreuung aller Patienten mit Gleichgewichtsproblemen basiert unabhängig von der Diagnose darauf, dass der zuerst behandelnde Arzt weitere Konsultationen anfordert und der Patient von einem Team aus Ärzten betreut wird, die auf Gleichgewichtserkrankungen spezialisiert sind. Durch dieses System sieht das Team zunehmend mehr Patienten mit Schwindel. Diese Arbeitsweise erweitert die Erfahrung des Teams und ermöglicht eine kontinuierliche Rückmeldung. Der Hausarzt überweist den Patienten unabhängig von der zugrunde liegenden Ursache der Schwindelerkrankung an das Gleichgewichtszentrum. Dadurch können Hals-Nasen-Ohren-Arzt beziehungsweise Neurootologe, Neurologe, Psychiater, Orthopäde und Physiotherapeut gemeinsam Informationen austauschen und dem Patienten schneller, kostengünstiger und wirksamer helfen. Das System der Gleichgewichtszentren sollte der Gesellschaft erklärt und weiterentwickelt werden. Es sollten Informationsveranstaltungen zur Vorbeugung von Gleichgewichtsstörungen und Stürzen organisiert und Unterstützungsgruppen eingerichtet werden. Letztlich besteht für die Behandlung von Patienten mit Schwindel und Gleichgewichtsstörungen ein echter Bedarf an einem Gleichgewichtszentrum. Ein multidisziplinäres Gleichgewichtszentrum ist der ideale Ort, um den Bedürfnissen dieser Patienten gerecht zu werden.
Schwindel und Gleichgewichtsstörungen führen bei etwa 70 % der Menschen mindestens einmal im Leben in unterschiedlicher Ausprägung dazu, einen Arzt aufzusuchen. Doch wie zufrieden sind diese Patienten mit der Diagnose und folglich mit der Behandlung ihrer Beschwerden? Da diese Krankheitsgruppe von zahlreichen Organen und Systemen ausgehen kann, besteht zunächst das Problem, dass Patienten beim ersten Arztbesuch nicht immer auf den richtigen Spezialisten treffen. Solche Patienten werden von Fachärzten verschiedener Disziplinen untersucht und können häufig nicht verstehen, welcher Kategorie ihre Erkrankung zuzuordnen ist. Die Patienten fühlen sich nicht ausreichend betreut. Dazu trägt auch die mangelnde Kommunikation zwischen Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen bei. Elektronystagmografie und vestibuläre Tests haben bei der Verlaufskontrolle von Patienten mit Gleichgewichtsstörungen nur einen begrenzten Stellenwert.
Bei der Beurteilung der funktionellen Leistungsfähigkeit von Personen mit vestibulären und zentralen Erkrankungen, die räumliche Desorientierung und Gleichgewichtsstörungen verursachen, ist zusätzliche Unterstützung erforderlich. Im Jahr 1971 wurde in den Vereinigten Staaten ein technisches Gerät entwickelt, um die Gleichgewichtssysteme von Astronauten vor ihrer Reise ins All zu überprüfen und ihnen nach der Rückkehr die Anpassung an die Schwerkraft zu erleichtern. Einige Jahre später wurde dieses Gerät eingesetzt, um festzustellen, welches Organ für Gleichgewichtsprobleme verantwortlich ist, und um die betroffenen Patienten zu rehabilitieren. Heute wird es weiterhin vielseitig in spezialisierten Gleichgewichtsrehabilitationszentren an verschiedenen Orten der Welt eingesetzt.
Computergestützte dynamische Posturographie:
Die meisten durch das Innenohr verursachten Erkrankungen mit Schwindel und Gleichgewichtsverlust können während einer Krise oder in der akuten Phase medikamentös oder chirurgisch kontrolliert werden. Bei diesen Patienten können jedoch Gleichgewichtsstörungen zwischen den Krisen weiterhin bestehen. In diesem Fall werden die Patienten mithilfe der computergestützten dynamischen Posturographie über einen Zeitraum von 6 oder 7 Wochen mit mindestens zwei Sitzungen pro Woche rehabilitiert. Diese Behandlungsmethode ist besonders bei Personen mit der als Motion Intolerance bezeichneten Reisekrankheit sehr wirksam. Eine weitere Krankheitsgruppe, die von der CDP-Behandlung profitiert, sind Patienten mit Multipler Sklerose und Parkinson. Bei diesen Patienten entstehen Gleichgewichtsstörungen dadurch, dass die bestehende Erkrankung die Gleichgewichtszentren im Gehirn betrifft. Bei Parkinson-Patienten wird diese Methode sowohl zur Beurteilung des Erfolgs entsprechender Operationen als auch sehr wirksam zur postoperativen Rehabilitation eingesetzt.
Menschen auf der ganzen Welt, die unter Schwindel und Gleichgewichtsstörungen leiden, haben begonnen, verschiedene Interessengruppen und Nichtregierungsorganisationen zu gründen. Der wichtigste Grund für diesen Bedarf besteht darin, dass diese Erkrankungen die betroffene Person vom sozialen Leben isolieren und zu Misserfolgen im Berufsleben führen können. Besonders bei älteren Patienten können Verletzungen durch Gleichgewichtsstörungen lebensbedrohliche Ausmaße erreichen. Die in den vergangenen zehn Jahren entwickelte Posturographie-Technik hat sowohl bei der Diagnose von Gleichgewichtsstörungen, also bei der Bestimmung des betroffenen Systems, als auch bei der Gleichgewichtsrehabilitation dieser Patienten einen bedeutenden Fortschritt bewirkt.
ZUSAMMENFASSEND:
Vertigo beziehungsweise Schwindel ist keine Erkrankung, sondern ein Symptom. Das Schwindelgefühl kann durch zahlreiche unterschiedliche Ursachen beziehungsweise Erkrankungen entstehen. Für Diagnose und Behandlung ist es sinnvoll, sich zunächst an die Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde zu wenden und bei Bedarf weitere relevante Fachgebiete aufzusuchen.
Häufig gestellte Fragen?
Welche Ursachen hat Schwindel?
- Schwindel und Gleichgewichtsstörungen aufgrund von Innenohrerkrankungen
- Kopfverletzungen, beispielsweise nach Motorrad- oder Verkehrsunfällen
- Zerebelläre Erkrankungen beziehungsweise Erkrankungen des Kleinhirns
- Schlaganfall, der häufiger bei älteren Patienten auftritt
- Multiple Sklerose
- Morbus Parkinson
- Zerebralparese beziehungsweise angeborene Gehirnerkrankungen
- Periphere Neuropathien
- Gleichgewichtsstörungen aufgrund von Diabetes
- Schwindel aufgrund von Erkrankungen der Halswirbelsäule, beispielsweise Arthrose oder Bandscheibenvorfall
- Ältere Patienten mit häufigen Stürzen
Welche Rolle spielen moderne Technologien bei der Behandlung von Schwindel?
Besonders in den vergangenen Jahren werden bei bestimmten Schwindelformen Habituationstherapien mit speziellen VR-Brillen in mehreren Sitzungen durchgeführt und erzielen erfolgreiche Ergebnisse.
Welchen Arzt sollte ich wegen Schwindel aufsuchen?
Schwindel ist ein Symptom, mit dem sich in erster Linie die Fachgebiete Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und Neurologie befassen. Zunächst empfiehlt sich die Vorstellung bei einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt. Wenn dieser es für erforderlich hält, können anschließend insbesondere Neurologie sowie Innere Medizin, physikalische Medizin und Rehabilitation oder Psychiatrie hinzugezogen werden.
Wenn Sie wegen Ihrer Schwindelbeschwerden bei einem allgemeinen Hals-Nasen-Ohren-Arzt nicht das gewünschte Ergebnis erhalten, ist es sinnvoll, sich an einen spezialisierten Hals-Nasen-Ohren-Arzt zu wenden, der über ein Gleichgewichtslabor für das vestibuläre System verfügt und sich gezielt mit diesen Erkrankungen beschäftigt.
Was bedeutet das Verrutschen der Kristalle?
Der Lagerungsschwindel, die häufigste Ursache für Schwindel und oben als BPPV beschriebene Erkrankung, wird im Volksmund als Verrutschen der Kristalle bezeichnet. Tatsächlich handelt es sich um eine Ansammlung von Kristallen in der Innenohrflüssigkeit. Diese Kristalle können als Ablagerungen der Innenohrflüssigkeit betrachtet werden. Wenn diese Ablagerungen durch Manöver oder Übungen zu Hause entfernt werden, verschwinden sämtliche Beschwerden.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Schwindel?
Schwindel ist ein Symptom, bei dem die betroffene Person das Gefühl hat, dass sie selbst oder ihre Umgebung sich dreht. Er kann zu Gleichgewichtsverlust führen und von leichter Benommenheit bis zu starkem Vertigo reichen.
Was sind die häufigsten Ursachen für Schwindel?
Schwindel kann durch zahlreiche Ursachen entstehen, darunter Innenohrerkrankungen, Vertigo, niedriger Blutdruck, Flüssigkeitsmangel, Migräne, bestimmte Medikamente und neurologische Erkrankungen.
Wie wird Schwindel diagnostiziert?
Zur Diagnose werden die Krankengeschichte des Patienten ausgewertet und eine körperliche Untersuchung durchgeführt. Bei Bedarf kommen Hörtests, Gleichgewichtstests, Blutuntersuchungen oder bildgebende Verfahren zum Einsatz.
Wie wird Schwindel behandelt?
Die Behandlung wird entsprechend der zugrunde liegenden Erkrankung geplant. Je nach Ursache können Medikamente, Gleichgewichtsübungen, Änderungen des Lebensstils oder bei Bedarf eine Operation eingesetzt werden.
Kann Schwindel von selbst verschwinden?
Einige Schwindelfälle können sich innerhalb kurzer Zeit von selbst bessern. Halten die Beschwerden jedoch länger an oder treten sie häufig wieder auf, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.
Was sollte während eines Schwindelanfalls getan werden?
Wenn der Schwindel beginnt, wird empfohlen, sich an einen sicheren Ort zu setzen oder hinzulegen, plötzliche Bewegungen zu vermeiden und sich auszuruhen, bis die Beschwerden nachlassen.
Kann Schwindel ein Anzeichen für eine schwere Erkrankung sein?
Ja, in einigen Fällen kann Schwindel ein Anzeichen für einen Schlaganfall, neurologische Erkrankungen oder schwere Innenohrerkrankungen sein. Plötzlich auftretender Schwindel mit starken Begleitsymptomen erfordert eine dringende ärztliche Untersuchung.
Sind Vertigo und Schwindel dasselbe?
Nein, Vertigo ist eine Form des Schwindels und wird meist durch das Gefühl charakterisiert, dass sich die eigene Person oder die Umgebung dreht. Nicht jeder Schwindel ist Vertigo.
Wie kann Schwindel vorgebeugt werden?
Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, regelmäßige Ernährung, das Vermeiden plötzlicher Bewegungen, die Reduzierung von Stress und die Kontrolle zugrunde liegender Erkrankungen können das Schwindelrisiko verringern.
Welche Fachabteilung sollte bei Schwindel aufgesucht werden?
Personen mit Schwindel sollten sich zunächst an einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt oder einen Neurologen wenden. Bei Bedarf können zusätzlich weitere medizinische Fachrichtungen hinzugezogen werden.













